Mit Jugendlichen im Gespräch bleiben und auf Augenhöhe diskutieren:
Nach und nach wachsen die Jugendlichen aus der Pubertät heraus. Der Schulabschluss steht bevor und der Führerschein vor Augen: Junge Menschen kurz vor der Volljährigkeit wollen immer mehr auf eigenen Beinen stehen. Sie lassen sich nur noch ungern in ein Regelkorsett drängen, schon gar nicht beim Thema Fernsehen.
In vielen Jugendzimmern stehen das Fernsehgerät längst neben dem Computer und der Stereoanlage. Die Medien sind ihre Welt. Hier sind sie zuhause, hier kennen sie sich aus, meist viel besser als die Eltern. Es ist ganz natürlich, dass verschiedene Generationen auch verschiedene Fernseh-Interessen haben. Dennoch: Wenn sich jeder in sein Fernsehzimmer zurückzieht, geht ein Stück familiäre Kommunikationskultur verloren. Gemeinsam fernzusehen kann dagegen ein Familienerlebnis werden – auch mit (fast) erwachsenen Kindern.
Auch wenn Sie mit Ihren Jugendlichen in Konflikte geraten – Verbote aufzustellen, bewirkt häufig das Gegenteil von dem, was Sie erreichen wollen. Das heißt aber nicht, dass Sie die heranreifenden Erwachsenen Ihrer Wohngemeinschaft sich selbst überlassen. Fragen Sie nach: „Warum siehst du dir was an?“ Diskutieren Sie auf Augenhöhe! Regen Sie zu einem kritischen Blick auf das eigene Fernsehverhalten an!



